| Bruocsella Symphony Orchestra asbl/vzw Konzerte 13. und 19. März 2005 |
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Kurzbiographie…
Jean Françaix wurde am 23. Mai 1912 in Le Mans geboren. Sein Vater leitete das dortige Konservatorium und seine Mutter, eine Gesangslehrerin, einen Chor, so dass er seine ersten Musikstunden von seinen Eltern erhielt. Von Maurice Ravel ermutigt, schrieb er sich jedoch schon bald am « Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris » ein, wo er 1932 einen ersten Preis im Fach Klavier erhielt. Neben dieser Ausbildung besuchte er auch den Kompositionsunterricht von Nadia Boulanger.
Bereits in sehr jungen Jahren wurde sein erstes Klavierwerk mit dem Titel « Pour Jacqueline » (Für Jacqueline) aufgelegt, obwohl er erst 6 Jahre alt war. Als Camille Saint-Saëns (1835-1921) starb, versprach der damals 9 Jährige seinem Vater, dass er in die Fußstapfen des großen Meisters treten werde.
   
(Quelle: Archive der
Familie Françaix)Mit 20 Jahren zeigte er in seinen Kompositionen, wie perfekt er sich auf seine Kunst verstand. Seine Werke zeigten die Anmut, die Natürlichkeit und die Vornehmheit, die so typisch sind für sein gesamtes Werk. Sein Stil sollte sich im Laufe der Jahre nur wenig verändern, denn Jean Françaix hat von Anfang an einen sehr persönlichen Kompositionsstil entwickelt, wobei er sich seiner schier unerschöpflichen melodischen Kreativität bediente, deren unbestrittene Frische und Eleganz in allen seinen Kompositionen zu finden ist.
Das Gesamtwerk von Jean Françaix ist äußerst umfangreich (fast 250 Stücke wurden erfasst). Er geht bewusst alle Musikrichtungen mit Leichtigkeit, Anmut und Humor an. So entstanden Opern, Ballett- und Filmmusik, Orchesterstücke, Konzerte, Kammermusik für sehr unterschiedliche Ensembles, Gesangstücke, Klavierstücke und ein phantastisches Oratorium, « L’Apocalypse de Saint Jean » (Die Apokalypse nach dem Heiligen Johannes). Sein Lebenswerk wurde 1992 mit dem internationalen Arthur-Honegger-Preis für Kompositionen gekrönt.
Jean Françaix hat es schnell zu einem der weltweit meistgespielten französischen Komponisten des XX. Jahrhunderts gebracht, selbst wenn er es bis heute nicht geschafft hat in Frankreich jene Anerkennung zu erlangen, zu die ihm sein Werk berechtigt: Keiner ist Prophet im eigenen Lande! Außerdem war er ein bemerkenswerter Pianist. Seine brillante Karriere als Solist führte ihn vielfach auf Tourneen durch Europa und die USA. Seine pianistischen Werke spielte er allein oder zusammen mit seiner Tochter Claude auf zwei Flügeln unter der Leitung so großer Dirigenten wie Charles Munch und Herbert von Karajan.
Bis zu seinem Tod am 25. September 1997 in Paris war Jean Françaix als Pianist und Komponist tätig.
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